Backups

Backups werden vollautomatisch von systemkritischen Ressourcen gemacht, als auch manuell je nach Bedarf durchgeführt, beispielsweise wenn ein verwendetes System wechselt und damit neues hinzukommt, oder wenn ein bestimmter Systemzustand immer wieder hergestellt werden muss (Snapshot). Für Backups gibt es daher verschiedene Konzepte und auch verschiedene Strategien, die je nach Einsatzzweck wechseln. Die häufigsten Backups werden auf Festplatten erstellt. Aber Festplatten können (und tun es auch) ausfallen und ein plötzlicher Defekt zerstört auch alle darauf befindlichen Daten. Auf Festplatten erstellte Datensicherungen sind daher nicht vor einem Totalverlust geschützt. Aus diesem Grund erstellen wir von auf Festplatten erzeugten Datensicherungen immer noch eine zweite Kopie, die dann auf einem anderen Datenträger erstellt wird. Der zweite Datenträger ist dann fast immer auch ein anderes Medium, also keine weitere Festplatte, sondern ein Datenband wie DLT, oder ein optischer Datenträger wie eine CD oder DVD.

Siehe dazu auch das Thema Datenspeicherung.

Backup-Server

Der Backup-Server ist ein auf Langzeit-Datensicherung optimierter Windows-PC und spezieller Datensicherungs-Software, an dem ein DLT-Bandrobotor (Qualstar TLS-6110, DLT Tape Library (Autoloader), 10 Slots, 350GB-700GB, Drive: DLT 7000, Interface: SCSI-LVD-SE, Format : DLT-IV) und ein weiteres Tandberg DLT-700 Bandlaufwerk angeschlossen ist. Der Bandrobotor kann die Datensicherungsmedien automatisch wechseln und so im Hintergrund laufende Backups von definierten Quellen anlegen. DLT-Bandsicherungen werden hauptsächlich als Spiegelungen von den NAS eingesetzt, um jeweils ein aktuelles 1:1 Image/Snapshot zu haben. Die Datensicherung erfolgt dabei zweistufig inkrementell. Zuerst wird per NAS ein 1:1 Image (Live-Snapshot) der Datenträger angefertigt. Dieses 1:1 Image wird dann in einem zweiten Schritt auf die DLT-Bänder geschrieben.

DLT-Datenbänder sind zwar nicht besonders schnell und können im Gegensatz zu ständig laufenden Festplatten die Daten nur hintereinander seriell lesen, aber dafür ist die Haltbarkeit bei ordentlicher Lagerung wesentlich länger, vorrausgesetzt die Bänder sind nicht ständig in Betrieb. Alle Langzeitbackups werden bei uns auf DLT-Bändern erzeugt.

Optische Datenträger wie CD und DVD genügen meistens nicht dem hohen Speicherbedarf von Datensicherungen. Daher werden Datensicherungen auf optischen Datenträgern nur für spezielle Zwecke erstellt, beispielsweise wenn bestimmte Medien ausgelagert werden.

Digitale Demenz

Moderne, digitale Geräte zur Erstellung von Audio, Fotosplugin-autotooltip__small plugin-autotooltip_bigGalerie

Die Galerie ist eine auf die Speicherung und Online-Verteilung von digitalen, optischen Bilddateien spezialisierter Dienst, der sowohl lokalen Benutzern im Intranet, als auch Benutzern im Internet nach einer Benutzer-Registrierung zur Verfügung steht. Wenn Sie diesen Dienst nutzen möchten, müssen Sie sich zuvor als Benutzer registrieren. Die Registrierung können Sie selbst innerhalb der
und Videos sind sehr verbreitet, doch nicht jeder Nutzer dieser Geräte sorgt auch dafür das seine selbsterstellten, digitalen Schätzchen auch noch in den nächsten Jahren, oder sogar den nächsten Jahrzehnten der Nachwelt erhalten bleiben. So schnelllebig die digitalen Medien erzeugt werden, so schnell sind sie denn häufig auch wieder weg und kaum jemand macht sich Gedanken darüber wie die Medien auch langfristig erhalten bleiben.

Fragen

  • Was ist als Langzeitspeichermedium geeignet?
  • Eignen sich externe Festplatten oder gebrannte DVD zum speichern?
  • Werden die Altgeräte überhaupt aufgehoben?
  • Wie gehe ich mit Datensicherungen um?
  • Wie archiviere ich digitale Medien?
  • Welche Dateien sichern, welche nicht?
  • Regelmäßige oder Ad-hoc Datensicherung?

Datensicherung: Es geht auch einfach

Nicht jeder speichert auf seinem PC hochsensible Daten, die ausgefeilte Backup-Strategien erfordern. Doch auch die Festplatte mit der über Jahre gesammelten Musik, Urlaubsfotos und E-Mails kann von einem Tag auf den anderen den Geist aufgeben. So wappnen Sie sich mit minimalem Aufwand gegen Datenverlust.

Warum Backups?

Backups sind wie Hausratversicherungen. Eigentlich möchte man niemals auf sie angewiesen sein und denkt oft erst daran, wenn es zu spät ist. Alle Daten Ihres Computers werden normalerweise auf der eingebauten Festplatte gespeichert. Doch deren Lebensdauer ist nicht voraussagbar: Eine Festplatte kann schon nach einem Monat Betriebsdauer oder auch erst nach 30 Jahren ihren Dienst quittieren. Dann helfen nur noch Datenrettungs-Spezialisten, die unter € 1000,- selten überhaupt erst mit der Arbeit beginnen. Doch ein Ausfall der Festplatte ist nicht das einzige Risiko: Die allermeisten Fälle von Datenverlust entstehen durch versehentliches Löschen wichtiger Dateien durch den Benutzer selbst.

Sicherungsmedien

Nahezu alle Speichermedien sind auch für Backups geeignet. Im Vergleich sehen Sie, warum für Normalanwender eine externe Festplatte die sinnvollste Lösung ist:

USB-Sticks

Mittlerweile sind externe Flashspeicher, meist einfach USB-Sticks genannt, auch mit großem Speicherplatz von etlichen Gigabyte für unter € 20,- erhältlich. Weil sie besonders klein und robust sowie fast beliebig oft wiederbeschreibbar sind, werden sie oft benutzt, um unkompliziert Daten zwischen mehreren Computern auszutauschen. Für komplette Backups der gesamten Daten reicht der Speicherplatz jedoch noch nicht aus. Statt also eine Backup-Software zu verwenden, die automatisch alle Daten regelmäßig sichert, müßte man entscheiden, welche Daten einem wichtig sind und diese manuell auf den USB-Stick kopieren. Jeder manuelle Vorgang wird jedoch mit der Zeit lästig und führt dazu, daß man die Backups vernachlässigt.

CDs und DVDs

Alle aktuellen PC verfügen über einen integrierten CD-, oft sogar über einen DVD-Brenner. Prinzipiell kann dieser auch für Backups verwendet werden. Von Vorteil ist dabei die geringe Größe der Speichermedien, CDs und DVDs lassen sich umkompliziert lagern und auch an anderen Orten als zu Hause aufbewahren. Auf den ersten Blick sind die Medien auch recht billig, doch bei einem täglichen Backup summieren sich die Kosten für die Rohlinge schnell. Zwar gibt es auch wiederbeschreibbare Medien, doch sind diese weniger zuverlässig und man sollte dann zumindest zwei Kopien des Backups erstellen, damit im Ernstfall wenigstens eine lesbar ist. Der Hauptnachteil ist jedoch wie beim USB-Stick, daß die Backups manuell zu erstellen sind. Bisher gibt es auf dem Mac kein empfehlenswertes Programm, daß regelmäßige Sicherheitskopien auf CDs und DVDs ermöglicht.

Internet-Backups

Diverse Anbieter stellen heute für kleines Geld Speicherplatz im Internet zur Verfügung, der auch für Backups verwendet werden kann. Von Vorteil ist dabei die Erreichbarkeit der Daten von jedem Ort der Welt aus. Jedoch gehört viel Vertrauen dazu, Ihre sensiblen Daten einem externen Dienstleister zu überlassen. In jedem Fall sollten Sie daher prüfen, ob die Dateien verschlüsselt übertragen und gespeichert werden. Zudem sollten Backups schnell und unkompliziert zu erstellen sein: Dies ist bei Backups über das Internet nur bei einer sehr schnellen Internetverbindung gegeben, die nur wenige haben. Selbst bei DSL 16.000 braucht es Stunden, wenn nicht Tage, bis große Daten wie Filme oder Musik übertragen sind.

Externe Festplatten

Externe Festplatten, die meist über USB 2.0 angeschlossen werden, sind in den letzten Jahren wesentlich billiger geworden. Sie sind i.d.R. in zwei Größen erhältlich, 2,5„ sowie 3,5“. Die kleineren benötigen meist keine separate Stromversorgung, sind aber wegen der geringeren Baugröße bei gleicher Speicherkapazität erheblich teurer. Darüber hinaus haben sie eine geringere Schreib- und Leserate. 3,5„-Platten sind auch mit großer Speicherkapazität wesentlich günstiger erhältlich, haben allerdings ein eigenes Netzteil. Die Entscheidung für eine Bauform sollten Sie daher vor allem davon abhängig machen, ob Sie die Festplatten auch transportieren wollen oder neben Ihrem stationären Rechner auf dem Schreibtisch aufstellen.

Beim Kauf einer Festplatte können Sie ruhig nach dem Preis gehen: Günstige Angebote von Supermarktketten sind nicht unbedingt schlechter als teurere von Markenherstellern. Denn externe Festplatten unterscheiden sich hauptsächlich durch das Gehäuse, im Inneren arbeitet immer eine Festplatte von einem der wenigen großen Hersteller. Der benötigte Speicherplatz hängt sehr von der Backupstrategie ab, wie Sie im Folgenden lesen werden.

Vollständig wiederherstellbares Backup unter 10.5 Leopard mit Time Machine

Mit dem neuen Betriebssystem Leopard liefert Apple erstmals eine vollständige Backup-Software aus. Time Machine arbeitet nach der erstmaligen Konfiguration und dem erstmaligen Backup aller Ihrer Daten vollständig im Hintergrund. Sobald Sie Ihre Backup-Festplatte anschließen, werden stündliche Backups erstellt. Weil dabei nur die jeweils veränderten Daten kopiert werden, spricht man von einem inkrementellen Backup. Die Einrichtung ist so einfach, wie man es von Apple gewohnt ist: Sobald Sie eine neue externe Festplatte anschließen, werden Sie gefragt, ob Sie diese für Time Machine verwenden wollen.

Für die Wiederherstellung einzelner Dateien, die versehentlich gelöscht wurden, gibt es ein gleichnamiges Programm Time Machine. In diesem können Sie wie mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen und genau den Zustand Ihres Macs zum Zeitpunkt des jeweiligen Backups sehen. Nach einem Ausfall der Festplatte kann der gesamte Datenbestand über die Installations-DVD wiederhergestellt werden.

Damit alle Daten kopiert werden können, muß der freie Speicherplatz auf der externen Festplatte mindestens so groß sein wie die interne Festplatte. Je größer die Backup-Platte jedoch ist, desto weiter können Sie in die Vergangenheit zurückschauen. Als Richtwert sollte daher der doppelte Speicherplatz der internen Platte gelten.

Startfähiges Backup mit SuperDuper oder Carbon Copy Cloner

Eine Alternative für alle, die noch 10.4 Tiger verwenden oder aber von ihrer externen Festplatte direkt starten möchten, bietet sich eine Komplett-Kopie der internen Festplatte an. Damit sind zwar keine Daten verfügbar, die vor dem letzten Backup verändert wurden, jedoch kann man auf der externen Platte genauso arbeiten, als wäre es die interne. Um das Startvolume (die Festplatte, von der der Computer startet) zu ändern, halten Sie einfach direkt nach dem Startgong die Alt-Taste gedrückt, bis ein Auswahlmenü erscheint.

Sowohl die Software Carbon Copy Cloner (CCC) als auch SuperDuper sind dazu gleichermaßen geeignet und in der Bedienung weitgehend selbsterklärend. Einzig im Preis unterscheiden Sie sich: Während CCC komplett kostenlos ist (Die erbetene Spende an den Autor sollte bei regelmäßiger Verwendung gezahlt werden, um seine Leistung zu honorieren und die Weiterentwicklung des Programms sicherzustellen), sind für SuperDuper $ 27,95 fällig, wenn man alle Funktionen nutzen will.

Bei dieser Art des Backups muß die externe Festplatte mindestens die Größe der internen Platte haben, mehr Speicherplatz ist nicht erforderlich.

Absicherung gegen Diebstahl oder Wohnungsbrand

Jetzt sind sie gut abgesichert gegen Festplattenausfall und versehentlich gelöschte Dateien. Doch außen vorgelassen haben wir bisher den worst case, den Verlust sowohl Ihres Macs als auch des Backups. Wenn Sie Ihre externe Festplatte im selben Zimmer lagern wie Ihren Computer, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß z.B. bei einem Brand, einer Überschwemmung oder einem Einbruchdiebstahl beide nicht mehr verfügbar sind.

Daher sollten Sie Ihr Backupmedium, soweit möglich, an einem anderen Ort lagern. Wenn Ihr Mac in einem Büro steht, könnten Sie z.B. die Festplatte jeden Abend nach dem Backup mit nach Hause nehmen. Oder aber Sie arbeiten mit zwei externen Platten, die sie wöchentlich austauschen und immer jeweils eine bei Freunden, Familie o.ä. lagern.

Schlagwörter / Tags

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Durch die Nutzung dieser Seiten erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Weitere Information
Navigation
Drucken/exportieren